Highland Whisky aus der Hafenstadt Oban Blick auf den Hafen

Highland Whisky – Schottlands raue Seite

In unserer kleinen Reihe, in der wir die Whisky-Regionen Schottlands vorstellen, ist heute das flächenmäßig größte Gebiet unser Thema – die schottischen Highlands. Der Highland Whisky ist neben dem Speyside-Whisky sicherlich einer der bekanntesten Brände der Welt. Die Einteilung Schottlands in Whiskyregionen soll die unterschiedlichen Geschmäcker der Whiskys versinnbildlichen. So ist ein Teil der Highlands, nämlich die Speyside, durch ihren ganz typischen Geschmack zu einer eigenen Whisky-Region deklariert worden. Wenn wir also von Highland Whisky reden, dann meinen wir den Rest der geographischen Highlands, und die Islands, die zu dieser Region dazuzählen. Machen Sie es sich gemütlich und lernen Sie den Geschmack der schottischen Highlands kennen! Wir stellen die Region vor und erzählen natürlich auch etwas über typische Vertreter des Geschmacks der rauen Berge und Küsten.

Die schottische Highland Whisky Region im Überblick

Bevor wir näher auf den Geschmack des Whiskys und seine besonderen Noten eingehen, möchten wir natürlich erst einmal die Highlands in Schottland einordnen und Ihnen Landschaft und Leute ein wenig näherbringen. Die Highlands beginnen nördlich der Lowlands und erstrecken sich bis hin zu der nördlichsten Küste von Schottland. Mit einbezogen sind etliche Inseln, die Islands, auch wenn sie ein wenig verteilt sind und auch nicht alle für einen einheitlichen Geschmack stehen. Manche Geister streiten sich deswegen auch immer wieder darüber, ob die Entscheidung, die Islands zu den Highlands zu zählen, die Richtige war. Früher waren sie ein eigenständiges Whiskygebiet. Sicher ist, dass sich in den Highlands die meisten Whisky-Brennereien Schottlands befinden.

Das riesige Gebiet, welches als die Highlands bezeichnet werden, bringt auch recht unterschiedliche klimatische Bedingungen mit sich. Diese führen durch Küstennähe, durch hohes Bergland, seichtere Hügel und nicht zuletzt auch den unterschiedlichen Bewuchs mit Heidekraut, der Verfügbarkeit von Torf und so weiter, zu ganz unterschiedlichen Geschmäckern des Whiskys. Bedingt durch die Größe und die verschiedenen Nuancen, die die Highlands prägen, wird in Whisky-Kreisen oft nicht nur geographisch zwischen den Northern und den Western Highlands, sondern auch noch zwischen Central und Eastern Highlands unterschieden.

Der Geschmack des Highland Whisky

Highland Whisky gilt generell als ein sehr kräftiger und aromatischer Whisky, was ihn zum Beispiel von den milden Lowland-Whiskys, die auch gern Lowlands Ladies genannt werden, stark unterscheidet. Hier spiegelt sich das raue Klima der Berge und der Küste in den Bränden wieder. Dabei verirren sich mehr oder weniger starke Torfnoten, an den Küsten ein Hauch Salz und in den Bergen viele Aromen von Heide, Nüssen und Früchten.

Insgesamt gesehen, kann man aber behaupten, dass die Whiskys aus den schottischen Highlands einen sehr warmen und runden Geschmack haben, aber es gibt auch leichtere und sogar rauchige Whiskys, die man sonst eher in der Speyside vermutet. Die Highland Whiskys sind so beliebt, dass manche Brennereien, die eigentlich in der Speyside liegen, ihren Whisky als Highland Malt bezeichnen. Ein Beispiel dafür ist die Destillerie Glenfarclas. Sie erfahren übrigens mehr über die Speyside und deren Whiskys in unserem Beitrag im Whisky Magazin: Speyside Whisky – die berühmteste Whisky-Region der Welt.

Da die Geschmacksnuancen der Highland Whiskys so unterschiedlich sind, haben wir uns entschieden, Ihnen diese unterschiedlichen Ausprägungen anhand der fünf kleinen Regionen, in die die Highlands aufgeteilt werden, zu beschreiben. Wir wandern von den Western Highlands über die Central Highlands und Eastern Highlands zu den Northern Highlands und beenden unsere Reise auf den Inseln.

Western Highlands

Der Westen der Highlands grenzt an die Atlantikküste und im Süden an die Lowlands. Vor der Küste liegen die inneren Hebrideninseln. Hier finden Sie aber nicht nur Küste, sondern auch den größten Berg Großbritanniens, den Ben Nevis. Die größten Orte der Western Highlands sind Fort William und Oban. Sehr viele Destillerien gab es hier nie, denn es gibt viel Regen und Böden, die sich für den Getreideanbau nicht so gut eignen. Auch Brennmaterialien wie Torf und Kohle fehlen hier zum großen Teil. Aber einige Brennereien gab und gibt es noch heute. Hier haben sich die Destillerien Loch Lomond, Ben Nevis, Oban und Glengoyne niedergelassen.

Der Whisky aus den Western Highlands schmeckt eher etwas rauchiger und pfeffriger. Sie finden maritime Noten durch die Küstennähe und leichte Torfnoten in den Malts des Gebietes.

Dalwhinnie Brennerei in Schottland
Dalwhinnie Brennerei in Schottland

Central Highlands

Die Central Highlands sind ein eher flaches und sehr fruchtbares Gebiet, welches man am besten zwischen den beiden Orten Perth im Südosten und Stirling bezeichnen kann. Es zieht sich bis in das mittlere Hochland. Auch die Single Malts aus dem Zentrum haben sehr unterschiedliche Ausprägungen im Geschmack, doch einige Dinge sind ihnen auch gemeinsam. Fast alle schmecken nach Heidekraut und Honig. Im Großen und Ganzen sind sie weicher als die Whiskys aus dem Osten, aber nicht so süß wie die Speyside-Whiskys. Sie finden hier oft Noten von Veilchen, Birne, Gewürzen, auch ein wenig Minze oder Holunder. Die Whiskys aus den Central Highlands werden oft auch als Perthshire-Whisky bezeichnet.

In den Central Highlands sind heute noch so einige Brennereien aktiv. Hier produzieren Aberfeldy, Dalwhinnie, Blair Athol, Glenturret, Deanstop, Tullibardine und Edradour.

Eastern Highlands

In den Eastern Highlands lässt sich nicht nur eine wunderbare Whisky-Reise machen, diese Gegend lohnt sich auch in landschaftlicher und historischer Hinsicht unglaublich. Sie finden hier über 150 alte Burgen und Schlösser, Ruinen und Castles, so wie man sich das von den schottischen Highlands wünscht. Die alten Hafenstädtchen laden zum Verweilen und Stöbern ein und die Gebirgslandschaften sind eine Herausforderung für Wanderer wie für Trekkingbegeisterte. Doch auch der Whisky aus den Eastern Highlands kann sich sehen lassen. Auch wenn er nicht so bekannt ist, wie manch andere schottische Whiskys, so steht er jenen in der Qualität in nichts nach.

glencadam-10 Jahre Whiskyflasche

Hier wird der etwas rauchige Glen Garioch, aber auch der Royal Lochnagr destilliert. Beide zählen sogar zu den besten Whiskys Schottlands, oder gar der Welt. Es dominieren im Osten sehr körperreiche und fruchtige Whiskys, die keine Spuren von Rauch enthalten, sieht man vom Gen Garioch einmal ab. Oft werden die Eastern Highland Whiskys mit der Speyside verglichen, da sie wenn, nur einen ganz leichten Hauch von Rauch, aber eine unglaublich schöne Fülle an Malz und einer leichten Süße von Früchten und Honig haben. Je weiter Sie in den Süden kommen, wie nach Aberdeen zum Beispiel, werden die Malts immer weniger rauchig und fülliger. Es stoßen Noten von Vanille, Toffee und Zitrus hinzu. Neben Glen Garioch und Royal Lochnagar produzieren hier auch Glencadam und Fettercaim.

Northern Highlands

Ganz oben in den Highlands, den Northern Highlands, prägt vor allem ein hohes Gebirgsplateau die Landschaft.  Hier können Sie zwischen beeindruckenden Klippenlandschaften wandern und wundervolle Küstenstädte entdecken. Aber auch viele Whisky-Brennereien gibt es hier. Bekannte Namen wie Glenmorangie, Dalmore und Glen Ord sind hier zu finden. Sie werden auch oft als Idealtyp des schottischen Highland Whisky bezeichnet. Die Brände sind hier zumeist sehr leicht, aber besonders delikat. Komplexe Aromen verwöhnen Nase und Gaumen. Birne, Kirschholz, etwas Rauch und manchmal eine Spur Salz mischen sich zu einem wahren Genuss.  Weitere noch aktive Brennereien in den Northern Highlands sind Pulteney, Clynelish, Balblair, Royal Brackla oder auch Teaninich.

Highland Whisky von den Islands

Sicherlich kennen Sie die Whiskys der Insel Islay. Diese aber sind nicht gemeint, wenn wir von den Islands sprechen, die zur schottischen Whisky-Region Highlands gerechnet werden. Die Inseln Orkney, Skye, Jura, Mull und Arran sind gemeint. Manchmal zählen auch Oban und Clynlish dazu, ein anderes Mal subsumiert man sie mit unter den Western bzw. Northern Highlands. Whiskys von Orkney und Skye sind dabei deutlich kräftiger im Geschmack als die von Mull oder Arran. Auf der Insel Jura mischen sich sehr leichte mit doch recht öligen und komplexeren Whiskys. Die Islands werden immer besser und entwickeln trotz aller Unterschiede ihre eigene Komplexität und ihren eigenen Charakter. Arran beispielsweise begann erst 1995 überhaupt zu brennen. Es dauert seine Zeit, um einen Charakter zu entwickeln. Vielleicht werden die Islands einmal wieder eine eigene Whisky-Region.

Bekannte Whisky-Brennereien in den Highlands

Natürlich wollen wir Ihnen einige der schon erwähnten Brennereien in den Highlands noch kurz vorstellen und etwas näher beschreiben. Wir gehen dabei wieder den Weg von den Western Highlands über das Zentrum und die Eastern Highlands bis in die Northern Highlands. Nicht alle Brennereien und ihr Highland Whisky können hier vorgestellt werden. Dafür sind es einfach zu viele, aber ganz sicher widmen wir der ein oder anderen ein ganz eigenes Portrait in unserem Whisky Magazin.

oban Whisky 14 Jahre Flasche

Die Brennerei Oban

Manche zählen die an der Küste gelegene Stadt schon zu den Islands, aber gebräuchlicher ist es doch, die Oban-Brennerei in die Western Highlands einzuordnen. Übrigens gab es die Stadt Oban damals, als die Brennerei an der Küste gebaut wurde, noch gar nicht. 1793 begannen die Stevensons hier Whisky zu brennen. Die ersten Gebäude sind heute nicht mehr erhalten, sondern stammen aus dem 19. Jahrhundert. Heute gehört die Destille zu UDV, also zu Diageo. Immer mal wieder stand hier der Betrieb still, vor allem, weil man sich nicht mehr erweitern konnte, da die Stadt mittlerweile dicht drumherum entstanden war.

Der Oban-Whisky ist leicht torfig am Gaumen. Man spürt die Meeresbrise und ein bisschen Seetang.  Der Whisky hat aber auch tolle fruchtige Noten, ist würzig und weich. Vor allem der 14jährige Single Malt hat sich zu einem der bestverkauften Whiskys gemausert. Keine schlechte Leistung, bedenkt man, dass die Brennerei wirklich sehr klein ist und ihr Wasser weite Wege zurücklegen muss. Auch die Abfüllung erfolgt nicht im eigenen Hause, sondern in Leven.

Glengoyne

Der Highland Whisky aus der Destillerie Glengoyne wird unweit von Glasgow produziert. Seit 1833 wechselten sich hier die Besitzer ab und ist heute Eigentum der MacLeod Distillers, Dieser Highland Whisky wird ganz ohne einen Hauch Rauch von Torf destilliert. Das Getreide wird nach der Mälzung mit warmer Luft getrocknet. Dadurch wird der Glengoyne sehr gefällig und weich und spricht ein großes Publikum an. Durch eine sehr langsame Destillation in einer Tandem-Spirit- Still wird der Whisky sehr süß. Wie beispielsweise auch Glenfarclas oder Highland Park, setzt die Glengoyle Brennerei unglaublich gern spanische Sherry-Fässer ein, was sie sich einiges kosten lässt.

Aberfeldy

In den Central Highlands angekommen, kommen wir natürlich an der Aberfeldy-Brennerei nicht vorbei. Im Jahr 1896 erbauten John Dewar & Sons aus Perth die Destillerie. Auch hier gab es einige Besitzerwechsel, bis nun schlussendlich aufgrund von Kartellbehörden, die Aberfeldy-Destillerie an den Konzern Bacardi verkauft werden musste. Bacardi eröffnete dann auch ein Besucherzentrum, sodass man auf seinen Streifzügen durch Schottland auch gern einmal dort vorbeischauen kann.

Der Highland Whisky von Aberfeldy ist sehr kräftig und fruchtig, ein bisschen ölig. Sein Charakter ist sehr komplex, voller Honig, aber auch ein bisschen rauchig. Nach einem langen Abgang bleibt bei den meisten Aberfeldys ein süßer Abschluss im Mund.

Dalwhinnie

Dalwhinnie ist die höchstgelegene Destillerie in den Central Highlands. 1897 errichtete man die Destillerie unter dem Namen Strathspey auf 330 Metern über dem Meeresspiegel. Der Fluss Spey allerdings ist ganz und gar nicht in der Nähe zu finden. Die Brennerei liegt in den Grampian Highlands ganz in der Nähe des Cairnporms Nationalpark. Sie ist in Besitz von Diageo und der Konzern hat die Dalwhinnies auch in seine Serie für Classic Malts aufgenommen. Er verkauft sich neben Talisker und Cardhu am häufigsten aus dem umfangreichen Portfolio von Diageo.

Dass Dalwhinnie nach seiner holprigen Geschichte nun doch so eine klare Linie hat und sehr bekannt ist, verdankt der Highland Whisky umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen in den 1980er Jahren. Die Worm Stills als Schneckenkühlung ersetzte man durch moderne Stills und man bemerkte, dass sich dadurch auch der Geschmack des Whiskys veränderte. Also wurden kurzerhand die alten Kühler wieder eingebaut, um den traditionellen und besseren Geschmack wieder zu erhalten. Dieser nämlich ist sehr weich, mit tollen Noten von Honig, Vanille und Obst, kombiniert mit einem ganz zarten Hauch von Torf. Die Distillers Edition überzeugt mit sehr öliger, dicker Konsistenz, marmeladigen Früchten, Nüssen und geröstetem Zucker.

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Royal Lochnagar

Wir sind nun in den Eastern Highlands angekommen und unser Weg führt uns zunächst an der Destillerie Royal Lochnagar vorbei. Sie liegt in der Nähe des Schlosses Balmoral. Folgt man der Richtung zum Schloss, führt der Weg bis zum Berg Lochnagar, wo die Brennerei 1845 von John Begg gegründet wurde. Er hatte eine offizielle Lizenz. Ganz im Gegensatz zu vielen anderen Brennereien, mit denen er deswegen auch ständig Reibereien hatte. Die Königin Viktoria wurde glücklicherweise zu seinem Schutzengel, als sie aus Liebe zu Schottland das nahegelegene Schloss Balmoral kaufte. Sie folgte einer Einladung von Begg und war bald darauf nicht nur Schottland, sondern auch dem Whisky von Lochnagar verfallen. Sie ernannte Begg zum Hoflieferanten und der Whisky bekam den Vorsatz Royal.

Der mittelschwere, malzige Stil von Royal Lochnagar, welcher wunderbar mit Fruchtigkeit, ein wenig Rauch und Würze ein harmonisches Gaumengefühl erzeugt, hatte es Königin Viktoria angetan. Auch heute noch ist der Whisky so ausgebaut und endet immer mit einem langen Abgang bei schöner Süße und Malzigkeit.

Glencadam

Sie dachten, als zweite Brennerei stellen wir vom Whisky Magazin den Glen Garioch vor? Nein, wir schauen uns einen anderen Vertreter der Eastern Highlands an – den Glencadam. Natürlich soll dies nicht abwertend gegenüber dem großen Glen Garioch sein, aber auch die nicht so oft genannten sollen ihre Chance bekommen. Glencadam heißt soviel wie Tal der wilden Gans, ist aber gar nicht so wild. Die wahrscheinlich um 1823 herum gegründete Brennerei liegt am Ortsrand von Brechin und ist recht unbekannt. Sie ist heute im Besitz der Angus Dundee Distillers.

Der Glencadam-Whisky ist sehr sahnig und cremig. Man kann Beeren erkennen, ein wenig Zimt vielleicht. Rosinen, manchmal Kokosnuss stoßen dazu und machen diesen Highland Whisky interessant für den Abschluss eines Essens oder die Zeit nach einem süßen Dessert. Es gab den Glencadam nur selten als Originalabfüllung. Der 15-Jährige und eine Limited Edition waren beispielsweise erhältlich. Seit 2006 kommen wieder mehr Originalabfüllungen auf den Markt. Ein Glück für Sie, denn so können Sie den Unbekannten einmal probieren.

Old Pulteney

Die Brennerei Old Pulteney in den Northern Highlands liegt mitten in der Stadt Wick. Sie galt lange als die Heringshauptstadt Europas und auch die Brennerei liegt nahe der Küste. Perfekt, um den Whiskydurst der vielen Hafenarbeiter und Fischer zu stillen. 1826 gründete James Hendersson die Old Pulteney und sie blieb fast 100 Jahre in Familienbesitz. Das Alkoholverbot von 1922 bis 1939 beutelte die Brennerei stark, denn nicht nur der Genuss, sondern auch der Verkauf von Whisky waren untersagt. Danach hatte auch Old Pulteney, wie viele andere immer wieder einen anderen Besitzer. Heute heißt dieser Inver House.

Der Name geht auf Sir William Pulteney zurück, der der Erbauer des Städtchens war. Das Old vor dem Namen steht dafür, dass der Whisky angeblich sehr schnell reift und schon nach wenigen Jahren richtig alt schmeckt – im positiven Sinne natürlich. Der Stil des Whiskys ist eher salzig und frisch, hat aber in manchen Abfüllungen auch leichte Torfnoten und einen malzig-süßen Touch. Die frischen Meeresbrisen-Whiskys sind sehr fruchtig, mit Birnen und Äpfeln und einem leichten Einfluss der Eiche der Fässer. Trotz seiner Frische hat der Old Pulteney Whisky einen ziemlich langen Abgang.

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Glenmorangie

Zum Abschluss unserer Rundreise statten wir noch dem Tal der Stille, der Glenmorangie-Brennerei einen kleinen Besuch ab. Die Destillerie, welche Whiskys produziert, die weltweit bekannt sind und zu denen gehören, die am meisten verkauft werden, liegt nahe des Städtchens Tain. Im Jahr 1843 gründete William Matheson die Brennerei mit zwei alten Gin-Brennblasen. Diese sind sehr hoch, genau gesagt 5,50 Meter, und prägen den Stil des Glenmorangie bis heute. Die Höhe bewirkt, dass der Aufstieg bis oben sehr lange dauert und das Destillat einen langen Kupferkontakt hat. Dadurch wird der Glenmorangie etwas leichter und fruchtiger als andere Highland Whiskys aus den Northern Highlands.

Doch nicht nur die Stills beeinflussen den Geschmack des Glenmorangie, sondern die Destillerie legt auch großen Wert auf die Fässer, in denen der Whisky dann reift. Sehr langsam wachsende Weißeichen aus Missouri, in denen zunächst Bourbon bzw. Tennessee-Whisky vier Jahre lang reift, sorgen für den unvergleichlichen Geschmack der Brennerei. Nach der Reife im Ex-Bourbon-Fass wählt Glenmorangie besondere europäische Fässer für den letzten Schliff aus. Der Whisky ist eher leicht, hat weichen Malz und Frucht, aber auch Würze und einen feinen Salzgehalt. Durch den besonderen Umgang mit Holz und Fässern ergeben sich aber ganz unterschiedliche Aromen in den Abfüllungen von Glenmorangie. Ein Highkand Whisky, der immer wieder überraschen kann.

Das war sie auch schon, unsere Reise durch Schottland und seinen Highland Whisky. Wir hoffen, es hat Ihnen gefallen und Sie haben Lust bekommen, nicht nur einen Highland Whisky zu trinken, sondern auch immer wieder bei uns vorbeizuschauen und noch viel mehr zum Whisky, seiner Herstellung, seinem Genuss und seiner Vielfalt kennenzulernen.

 

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