Whiskeyherstellung

Die Rohstoffe für die Whiskyherstellung

Der Whisky hat viele Liebhaber auf der ganzen Welt. Wenn er auch Sie in seinen Bann gezogen hat, haben Sie sich doch sicher auch schon einmal gefragt: Wie wird Whisky hergestellt? Wer auf die Frage, wie Whisky gemacht wird, eine Antwort finden möchte, wird sie in unserem Blog von Whisky- Fox finden. Grundsätzlich erfolgt die Whiskyherstellung immer in denselben Schritten. Getreide wird gemälzt, gemaischt, dann durchläuft der zukünftige Whisky die Prozesse der Gärung und Fermentation. In Stills wird der Whisky danach destilliert und in Fässer abgefüllt und gelagert, damit er reifen kann. Allerdings gibt es viele kleine Abweichungen und Variationen in der Herstellung und in den Zutaten (vor allem im Getreide), klimatische Bedingungen, das Material der Fässer und nicht zuletzt das Blending, die jedem Whisky seinen ganz besonderen Geschmack geben.

Whisky oder auch Whiskey ist ein Naturprodukt, welches in seinen groben Zügen typisch schmeckt, aber immer wieder seinen ganz individuellen Charakter ausbildet. Deswegen widmen wir uns in diesem Beitrag den Zutaten für den Whisky, denn Wasser, Getreide und Hefe beeinflussen in ihren unterschiedlichen Qualitäten einen Whisky sehr stark.

Rohstoffe für die Whiskyherstellung

Bei der Whiskyherstellung werden eigentlich immer dieselben Grundzutaten verwendet. Für das Destillieren eines Whiskys braucht man Getreide, Wasser und Hefe. Zusätzlich spielen natürlich auch noch andere Komponenten, wie das Holz der Fässer oder auch der Torf, mit hinein, wenn der Whisky seinen typischen Geschmack entfaltet. Wir schauen uns in diesem Beitrag aber vor allem die drei Hauptzutaten für die Whisky-Herstellung an.

Verschiedene Getreide – verschiedene Whiskys

Jeder Whisky besteht mindestens aus einer Getreidesorte, wie der Single Malt Whisky. Aber auch mehrere verschiedene Getreidesorten können ihren Weg in den Whisky finden. Ein Bourbon zum Beispiel muss mindestens 51 Prozent Mais enthalten. Jede Brennerei hat für ihren Whisky eine ganz besondere Getreidemischung, deren Zusammensetzung streng geheimgehalten wird.

Whisky Zutaten Weizen

Gerste

Traditionell nimmt die Gerste bei der Whiskyherstellung den vordersten Platz ein. Verschiedene Gerstenarten aus unterschiedlichen Anbaugebieten bestimmen schon durch die ihnen eigenen besonderen Stärkegehalte und Qualitäten den Geschmack eines Whiskys.

Die Gerstenarten, die Bierbrauer verwenden, sind übrigens für die Herstellung von Whisky nicht geeignet. Ihr Nitratgehalt ist zu hoch. Auch Gerste mit einem hohen Eiweißgehalt wird für Whisky nicht verwendet. Eine weitere Eigenschaft, die die Gerste haben muss, um als Grundlage für das Braumalz in der Whiskyproduktion verwendet werden zu können, ist ein geringer Gehalt an Stickstoff. Eine Stickstoffkonzentration über 1,7 Prozent weist auf hohe Proteinwerte und Düngemittel hin. Beides ist in der Whiskyherstellung nicht erwünscht. Der Wassergehalt der Gerste sollte mit unter 17 Prozent auch recht gering sein. Gerste ist wegen ihrer Eigenschaft, Stärke besonders gut in vergärbaren Zucker verwandeln zu können, in der Produktion von Whisky sehr beliebt. Der Ertrag an Alkohol aus einer Tonne Gerste liegt bei heutigen Hochleistungsgerstenarten bei 500 Litern. Der Trend geht aber, wie bei vielen Genussmitteln, zur Verwendung von Bio-Gerste. Häuser wie Bruichladdich oder Benromach brennen ausschließlich mit Biogetreide.

Roggen

Roggen spielte vor allem in den Anfängen der Whiskyproduktion in den USA eine große Rolle. In Pennsylvania und Maryland wurde im 18. Jahrhundert fast nur Rye-Whiskey gebrannt. Reiner Roggenwhisky wird heutzutage nur noch sehr selten hergestellt. In kanadischen Whisky-Sorten und in vielen Bourbons bringt der Roggen die gewisse Würze und eine weiche, trockene Note in das Getränk.

Mais

Im Bourbon ist die Verwendung von Mais vorgeschrieben. Im Laufe der Zeit hat das ursprünglich aus Mexiko stammende Getreide den Roggen in den amerikanischen Brennereien abgelöst. Mais produziert den meisten Alkoholgehalt der für Whisky verwendeten Getreidearten und bringt den erdigen, leicht süßlichen Geschmack in die amerikanischen Whiskys.

Weizen

Besonders in Schottland spielt der Weizen bei der Whisky Herstellung eine Rolle. Früher wurde in Schottland hauptsächlich mit Mais gebrannt, der vom Weizen nach und nach verdrängt wurde. Die Brennereien verwenden vor allem Winterweizen, da dieser einen besonders hohen Stärkegehalt hat. Eine etwas geringere Rolle spielt der Sommerweizen, da seine Erträge geringer sind. Er macht den Whisky rund und geschmeidig und gibt ihm die typische honigartige Süße.

Wasser als Grundlage für die Whiskyherstellung

Ein guter Whisky braucht neben dem ausgewählten Getreide vor allem eines: ein gutes Wasser. Nicht umsonst haben viele Whisky-Brennereien ihren Standort an einer Quelle, einem Flusslauf oder einer anderen Wasserquelle. Wasser wird im gesamten Herstellungsprozess benötigt. Beim Maischen kommt es zum ersten Mal zum Einsatz, dann wird es bei der Kühlung gebraucht und auch bei der Abfüllung in die Fässer ist Wasser nötig. Am Ende wird das gereifte Destillat dann noch mit Wasser auf eine trinkbare Stärke verdünnt. Nicht nur die Verfügbarkeit, sondern auch die Qualität des Wassers ist ein entscheidender Faktor bei der Wahl des Standortes einer Destille. Das Wasser ist auf der ganzen Welt ebenso unterschiedlich wie der Whisky. Der Härtegrad oder auch der Durchfluss durch verschiedene Boden- und Gesteinsarten bestimmen letztendlich den Geschmack und die Konsistenz eines Whiskys. Die vielfältigen Auswirkungen auf den Whisky wollen wir Ihnen an einigen Beispielen aufzeigen.

Whisky Zutaten Wasser in Schottland

Wasser in Schottland

In Schottland ist die Bandbreite der verschiedenen Wasserhärten und Gesteinsdurchflüsse deutlich spürbar. Wie genau besonders hartes oder besonders weiches Wasser die Qualität oder den Geschmack eines Whiskeys beeinflusst, ist nicht eindeutig nachgewiesen. Allerdings bestimmen die Mineralien, die das Wasser auf seinem Weg bis hin zur Destillerie aufnimmt, entscheidend den Geschmack. Beispielsweise fließt das Wasser auf den Inseln Mull und Skye über vulkanisches Basaltgestein und verleiht dadurch dem Talisker seinen einzigartigen Geschmack.

Wasser in den USA

In einigen Staaten der USA wie Tennessee und Kentucky fließt das Wasser über und durch sehr kalkhaltige Böden und ist dadurch sehr reich an Magnesium und Calcium. Die Gärung der Hefe wird durch das Calcium gefördert. Aber so sind auch andere Hefestämme nötig als die, welche zum Beispiel in Irland oder Schottland verwendet werden.

Heidekraut

Besonders in Schottland wächst viel Heidekraut, aber auch Eukalyptus, Farn und Rosen kommen häufig vor und verleihen dem Whisky aus Schottland blumige Noten. Das Quellwasser fließt oft durch große Heidemoore und nimmt dabei die Aromen auf. Heidekraut bzw. dessen Reste findet sich auch sehr oft im Torf. Der Torf gibt diese Aromen beim Trocknen des Grünmalzes mit dem Rauch ab und beeinflusst so wieder den Whisky.

Küstenregionen

Nicht selten werden Whisky-Fässer in der Nähe der Küste gelagert. Dadurch kann der Whisky durchaus auch Aromen von Seeluft aufnehmen. Salzige Noten im Whisky, auch Jod- oder Algenaromen, können durch die Seeluft über das Holz der Fässer in den Whisky dringen. Beim Laphroaig können Sie diesen Seeluft-Einfluss am deutlichsten schmecken. Der Geschmack kommt auch hier nicht nur durch die Lagerung am Meer, sondern auch durch den Torf, der stark mit Algen durchzogen ist, zustande.

Hefe

Die dritte Zutat für die Whiskyherstellung, die wir uns noch ansehen wollen, ist die Hefe. Sie hilft, den aus der Stärke des Getreides gewonnenen Zucker in Alkohol zu vergären. Nach der Gärung beträgt der Alkoholgehalt des Gemisches zwischen 7,5 und 10 Prozent. Es gibt im Prinzip keine Hefe, die sich besonders gut für die Herstellung von Whisky eignet. Manche Whiskyhersteller schwören auf die Brauhefe, die auch die Bierbrauer verwenden, andere stellen sich ihre ganz persönliche Mischung, ähnlich wie beim Getreide zusammen. Wie oben erwähnt, kann aber auch durch die Besonderheiten des Wassers die Verwendung von bestimmten Hefen notwendig sein. Die Hefen bestimmen den Geschmack als auch den Alkoholgehalt eines Whiskys.

Nachdem wir uns mit den Rohstoffen für die Herstellung von Whisky beschäftigt haben, werden wir uns in weiteren Artikeln mit dem Herstellungsprozess des Whiskys auseinandersetzen. Schauen Sie regelmäßig vorbei und entdecken Sie Wissenswertes und Geschichten rund um den Whisky bei Whisky-Fox!

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